Sichtbarkeit ist eines der Schwerpunktthemen beim Management von Logistiknetzwerken. Sie ermöglicht eine exakte Darstellung Ihrer Bestände und bietet Unterstützung bei operativen Entscheidungen sowie bei der Beurteilung von Unsicherheiten in Ihrer Lieferkette anhand von Daten und Informationen. Die einhundertprozentige Sichtbarkeit jedes einzelnen Schritts der Lieferkette existiert zwar als langfristiges Konzept, in der Praxis dürfte sich dieser Ansatz jedoch nicht als konstruktiv erweisen. Für jeden Supply Chain Manager besteht daher die entscheidende Herausforderung darin, mithilfe der richtigen Anwendung für Sichtbarkeit den richtigen Grad der Transparenz für den richtigen Anwendungsfall zu finden.

Supply Chain Visibility – ein willkommenes Extra?

Supply Chain Visibility ist ein Punkt, der bei allen Supply Chain Managern ganz oben auf der Tagesordnung steht. Unterstrichen wird die Relevanz dieser Aussage durch die kommenden technologischen Trends für dieses Jahr, die Forbes zusammengetragen hat. Supply Chain Visibility zählt zu den entscheidenden Faktoren für die erfolgreiche Überwachung komplexer Lieferketten. Gartner weist darauf hin, dass eine verbesserte Supply Chain Visibility für Unternehmen schon lange mehr als nur ein willkommenes Extra darstellt, und zwar unabhängig von Größe, Standort oder Branche.

Supply Chain Visibility bedeutet den Austausch und die Verfügbarkeit von Informationen und Daten innerhalb von Unternehmen und zwischen Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf den Track-and-Trace-Bedingungen, den Standorten der Waren und Ressourcen, prädiktiven Prognosen, Nachfragedaten sowie einer verbesserten Übersicht über vor- und nachgelagerte Geschäftspartner. Kurz gesagt, Sichtbarkeit steht für Kontrolle und Management Ihrer Supply Chain. Daher lautet die Frage, die man sich stellen sollte: „Können wir uns fehlende Kontrolle über unsere Logistikprozesse leisten?“

Sichtbarkeit als Wegbereiter für Entscheidungen

Selbstverständlich würden die meisten Unternehmen behaupten, dass sie ihre Lieferketten unter Kontrolle haben. Aber würden Sie Ihnen zustimmen? In einer schnelllebigen VUCA-Welt wie der unseren lassen sich unerwartete Veränderungen nicht vermeiden und Vorfälle gehören zum Tagesgeschäft. In Situationen dieser Art müssen Supply Chain Manager Tag für Tag Entscheidungen treffen, die manchmal klein, manchmal aber auch weitreichend sein können. Gute und fundierte Entscheidungen kann man nur auf der Grundlage korrekter, relevanter und vollständiger Informationen fällen. Genau hier setzt Supply Chain Visibility an. Sie ist darauf ausgelegt, Supply Chain Managern jederzeit und an jedem beliebigen Punkt ihrer Logistikprozesse ein vollständiges Bild zu liefern.

Natürlich geht es bei Supply Chain Visibility nicht um das blinde Anhäufen gesammelter Daten, sondern darum, die gesammelten, hochwertigen Daten in Informationen zu übertragen. Deshalb sollten die Daten Kriterien wie zum Beispiel in Echtzeit, umfassend, aussagekräftig und gezielt erfüllen, damit die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden können. Die Qualität der Entscheidungen steht im direkten Zusammenhang mit der Qualität der Daten.

Sichtbarkeit als branchenunabhängiger Wert

Aber welche Ansätze gibt es und, was noch wichtiger ist, welche von ihnen sind am erfolgversprechendsten? Worauf sollte man bei der Wahl des Anbieters und später im Laufe des Projekts achten? Welche Best Practices gibt es und wie können Unternehmen von diesen Beispielen profitieren?

Wie wichtig Supply Chain Visibility ist und welche positiven Auswirkungen sie mit sich bringt, lässt sich trotz der möglicherweise unterschiedlichen und höchst branchenspezifischen Motivationen in verschiedenen Branchen beobachten. In der Pharmaindustrie stehen beispielsweise Faktoren wie der Schutz vor Fälschungen im Mittelpunkt, in der Konsumgüterindustrie die Gefahr von Schwund, in der Logistikbranche die Rückverfolgbarkeit von Sendungen und in der Lebensmittelindustrie die ununterbrochene Aufrechterhaltung der Kühlkette. Wie zahlreiche Projekte zur praktischen Umsetzung von Unternehmen in den letzten Jahren gezeigt haben, sind diese Ziele mit einer korrekt angepassten Anwendung für Sichtbarkeit zu erreichen.

Missmanagement mit dem richtigen Ansatz für Sichtbarkeit begegnen

Falsche Entscheidungen und fehlende Kontrolle führen zu Missmanagement. Das Missmanagement von Logistikprozessen bedeutet einen ständigen Kostenfaktor für Unternehmen. Aufgrund der Geschwindigkeit und der Komplexität heutiger Lieferketten sind die Ursachen von Kosten und Missständen durch fehlende Sichtbarkeit nicht immer erkennbar. Wie die praktischen Anwendungsfälle jedoch zeigen, können Probleme dieser Art oft durch Sichtbarkeit gelöst werden. Sie veranschaulichen, dass man die Komplexität der Sichtbarkeit in kleinen Schritten angehen kann und dass die individuelle Spezifität der Sichtbarkeit den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Der Erfolg von Projekten für mehr Sichtbarkeit hängt daher von der Wahl der richtigen Anwendung ab, von der Integration in die Logistikprozesse und die Organisation sowie von der individuell angepassten Ausrichtung anhand der jeweiligen Bedürfnisse. CAMELOT ist der richtige Partner, um Sie aus der technischen und der organisatorischen Perspektive auf dem umfangreichen Markt für Supply Chain Visibility zu beraten. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für Kontrolle und Entscheidungsfindung in Ihrer Lieferkette.

Mehr über praktische Beispiele zum Thema Sichtbarkeit der Lieferkette erfahren Sie in unserer in Kürze erscheinenden Blog-Beitragsreihe über Anwendungsfälle für Supply Chain Visibility.

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