Dieser Blogpost ist ein Artikel in einer Serie von Artikeln zu dem im Dezember 2019 erschienenen Buch „Blockchain mit SAP“ (Rheinwerk Verlag, Bonn, ISBN 978-3-8362-6914-8).
Die SAP Cloud Platform ist Basis für die im Buch besprochenen Blockchain-as-a-Service-Angebote von SAP und bietet verschiedene Abrechnungsmodelle und Laufzeitumgebungen. Zeit, sich das Angebot mal genauer anzusehen …

Die SAP Cloud Platform ist das Cloud-Computing-Angebot von SAP und einer der Hoffnungsträger für zukünftiges Wachstum der Firma. Sie soll Unternehmen bei der Migration ihrer Anwendungen in die Cloud mit entsprechenden, attraktiven Angeboten unterstützten.

Die SAP Cloud Platform realisiert damit ein sogenanntes PaaS-Angebot – eine Plattform-as-a-Service, mit der sich ganze Systemlandschaften in der Cloud realisieren lassen.

Dabei bietet sie verschiedene sogenannte Laufzeitumgebungen an – standardisierte virtuelle Maschinen, die definierte Dienste beinhalten. Dank der Virtualisierung der Ausführungsumgebungen können diese Dienste leicht gestartet, gestoppt und überwacht werden und sind beliebig miteinander kombinierbar.

Das Schlagwort hier sind Services oder Microservices – Dienste, die miteinander kombiniert werden, um gemeinsam größere Anwendungen zu realisieren. Basierend auf der Idee der 12-Faktoren-App werden kleinere Dienste zu größeren Lösungen kombiniert.

Die SAP Cloud Platform unterstützt für die Entwicklung von Applikationen auch Arbeitsmethoden wie Continuous Integration und Deployment.

(c) Rheinwerk Verlag Integrationsmöglichkeiten der SAP Cloud Platform. (Quelle: „Blockchain mit SAP“, S. 96, Rheinwerk-Verlag, Bonn)

 

Die Abrechnungsmodelle der SAP Cloud Platform

Die SAP Cloud Platform bietet zwei verschiedene Abrechnungsmodelle für ihre Teilnehmer an:

Das verbrauchsbasierte Modell

Dieses auch als Pay-as-you-go bekannte Abrechnungsmodell ermöglicht Ihnen eine zeit- und ressourcengenaue Abrechnung der genutzten Dienste in der SAP Cloud Platform. In der Regel läuft es bei längerer und intensiverer Nutzung auf höhere Kosten hinaus.

Das Abo-Modell

Das Abonnement oder auf Englisch auch Subscription ist eine Art Flatrate für die gebuchten Dienste und erlaubt deren unbegrenzte Nutzung innerhalb des gebuchten zeitlichen Intervalls. Es stellt bei längerer und intensiverer Nutzung die günstigere Alternative dar.

Und dann wäre da noch der Trial-Account …

Für denjenigen, der sich noch nicht entscheiden kann oder will, bietet SAP auch einen Trial-Account. Dieser läuft in der Regel 30 Tage, kann aber für eine Gesamtdauer von 90 Tagen bis zu zweimal erneuert werden. Allerdings ist der Account mit einigen Einschränkungen belegt – so kann zum Beispiel nur ein einfacher Entwicklerknoten für Hyperledger Fabric aufgesetzt werden.

Global Account

Als Firmenkunde erstehen Sie bei der SAP Cloud Platform in der Regel einen sogenannten Global Account, dem alle bezahlten Ressourcen zur Verfügung stehen. Dieser Global Account ist zur Verwaltung durch den oder mehrere Systemadministratoren in Ihrer Firma gedacht. Aus dem Global Account sollen nämlich entsprechende Unteraccounts, sogenannte „Subaccounts“, erstellt werden, denen Anteile der Ressourcen zur Verfügung gestellt werden sollen.

In einem Global Account sind auch alle Mitarbeiter aufgeführt, die Projekten in der SAP Cloud Platform zugeteilt werden können. Er entspricht somit dem globalen Mitgliederverzeichnis der Firma für die SAP Cloud Platform.

Subaccounts

Subaccounts sind konkrete, in der Regel projekt- oder aufgabenbezogene Unteraccounts, denen Ressourcen und Mitarbeiter aus dem Global Account zugewiesen werden. Subaccounts werden wiederum in Spaces aufgeteilt, dies sind konkrete Arbeitsumgebungen für einzelne Dienste oder Module.

Einem Subaccount muss in der Regel auch eine Laufzeit- bzw. Ausführungsumgebung, etwa Cloud Foundry oder Neo, zugewiesen werden. Einhergehend mit der Auswahl der Ausführungsumgebung werden entsprechende Dienste im Service Marketplace bereitgestellt.

Spaces

In den Spaces finden sich einzelne Dienste wieder, die für den Betrieb einer größeren Anwendung benötigt werden. Analog zu den Subaccounts können auch den Spaces Ressourcen und Mitarbeiter zugewiesen werden.
Ein Space realisiert in der Regel einen Dienst – so kann er zum Beispiel einen Blockchain-Knoten bereitstellen oder einen Node.js-Server, der Webseiten oder eine REST-API anbietet.

(c) Rheinwerk Verlag Logische Ebenen eines SAP Cloud Platform Accounts. (Quelle: „Blockchain mit SAP“, S. 108, Rheinwerk-Verlag, Bonn)

 

Navigation

Die Navigation in der SAP Cloud Platform geschieht in logischen Ebenen:

  • Man wandert nach dem Einloggen von einem oder mehreren Global Accounts in …
  • einen Subaccount, und von dort …
  • in einen konkreten Space.

Dies klingt zunächst recht einfach, aber jedes Objekt hat eine eigene logische Ebene, d.h. die Navigationsstruktur der Oberfläche verändert sich, und man muss geistig den Kontext nachvollziehen, in dem man sich befindet.

Service Marketplace

Der Service Marketplace ist das zentrale Angebot für die Dienste, die in der SAP Cloud Platform bereitgestellt werden können. Die angebotenen Dienste sind abgestimmt auf die gewählte Laufzeitumgebung des jeweiligen Subaccounts.

(c) Rheinwerk Verlag Der Service Marketplace einer Cloud Foundry Umgebung in der SAP Cloud Platform. (Quelle: „Blockchain mit SAP“, S.100, Rheinwerk-Verlag, Bonn)

 

Weitere Artikel dieser Serie finden sie hier:

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