Sie haben alles unternommen, um einen machbaren Gesamtplan für die Produktion zu erstellen, Sie haben die Organisation Ihrer Lieferkette abgestimmt und digitalisiert, Sie haben branchenerfahrene Produktionsplaner eingestellt und TROTZDEM müssen Sie immer wieder Engpässe überbrücken? Trotzdem müssen Sie Ihren Plan kurzfristig anpassen? Trotzdem erreichen Sie die geplanten Kundenservicelevel nicht? Vielleicht haben Sie nicht alle relevanten Faktoren für die Ausarbeitung des optimalen Produktionsplans berücksichtigt. Lesen Sie mehr über die Auswirkungen der Verfügbarkeit von Mitarbeitern auf die Produktionsplanung:

Warum der perfekte Plan nicht perfekt ist

Das Erstellen eines machbaren Produktionsplans ist keine einfache Aufgabe. Dabei gilt es zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen, wie die Verfügbarkeit von Ressourcen, Werkzeugen und Bauteilen. Und wenn man all dies erledigt hat, gibt es noch immer zahlreiche Hindernisse auf dem Weg zum Endprodukt, besonders auf kurze Sicht: Maschinenausfälle, fehlende Bauteile, Qualitätsprobleme, Eilaufträge usw. – um nur einige zu nennen.

Abb. 1: Durch Planänderungen verursachte Probleme

Oft wird der Mangel an Fachkräften als zentrales Hindernis genannt, das häufige Änderungen an einem optimalen Produktionsplan bedingt. Tatsächlich verwerfen viele Unternehmen ihren Plan, um ihn dann ausgehend von verfügbaren Mitarbeitern komplett neu zu erstellen. Daher leiden Unternehmen unter den in Abb. 1 dargestellten Problemen.

Warum verursacht die Verfügbarkeit von Arbeitskräften auf kurze Sicht noch immer so viele Probleme, obwohl sie bereits beispielsweise in Schichtmodellen der verfügbaren Ressourcenkapazität berücksichtigt wurde?
1. Unternehmen berücksichtigen zwar jedes komplexe Detail der Produktion eines bestimmten Produkts, beziehen jedoch die spezifischen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter oft NICHT mit ein. Dazu ein Beispiel: Nur wenige Mitarbeiter sind in der Lage, einen komplexen Werkzeugwechsel an Maschinen durchzuführen. Andere Mitarbeiter können ausschließlich für Montagearbeiten eingesetzt werden und wieder andere können beides. Die tatsächlich vorhandenen Qualifikationen der Mitarbeiter werden oft im optimalen Produktionsplan nicht abgebildet, weshalb der perfekte Plan nicht perfekt ist.
2. Selbst wenn Sie Mitarbeiterfähigkeiten im Modell abbilden könnten, müssen Aufgaben korrekt zugewiesen und ein ausgeglichener Arbeitsplan erstellt werden, um hochqualifizierte Arbeitskräfte nicht für einfache Aufgaben zu „verschwenden“.
3. Unternehmen haben keinen Echtzeitüberblick über die Auswirkungen von Änderungen des Arbeitsplans auf die Produktionsplanung und umgekehrt. Deshalb lassen sich die Effekte von Planänderungen nicht vorhersehen und es kommt zu einem endlosen Nachbesserungszyklus, der die Planung Ihrer Lieferkette sehr volatil machen kann.

Insgesamt besteht das Hauptproblem jedoch in der fehlenden IT-Unterstützung einer Modellierung komplexer Szenarien zu den vorhandenen Qualifikationen sowie deren Integration in die Planung.

Haben Sie ähnliche Probleme? Dann lesen Sie unseren nächsten Blogbeitrag darüber, wie Sie die Lücke zu einem machbaren Produktionsplan schließen können, indem Sie die Qualifikationen der Mitarbeiter in der Produktionsplanung berücksichtigen.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Hier geht es zu den weiteren Artikeln:

Mensch oder Maschine – Wer bestimmt ihre Produktion?

Qualifikationen im Produktionsplan berücksichtigen

Weitere Information zu den CAMELOT Solutions und Service Offerings:

Next Level Production Planning

Camelot Skill Pool Planning

Camelot Demand-Driven LEAN Planning Suite

 

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