Beim Schreiben dieses Artikels und während meiner täglichen Arbeit stehe ich oft vor der Herausforderung, verschiedene Themen kommunizieren und erläutern zu müssen. Manchmal ist es schwierig, hochrangigen Führungskräften technische Aspekte auf einfache Weise zu erklären. Dieser Artikel ist ein Versuch, und ich werde mit meinen Formulierungen und Argumenten zwischen technologischer und geschäftlicher Sprache hin und her springen. Es ist nur ein schmaler Grat zwischen der Erklärung einer Sache und einer bloßen Aneinanderreihung von Schlagwörtern. Aus diesem Grund werde ich einige Ausdrücke in Bezug auf meinen Standpunkt definieren.

Eine präzise Terminologie ist entscheidend: Geschäftliche Ebene

„Im Zeitalter der digitalen Transformation wird es eine signifikante Veränderung bei der IT-Infrastruktur von Unternehmen geben. Microservices werden eine bedeutende Rolle für den Dienst am Kunden spielen.“ Digitale Transformation beschreibt alle Unternehmensaktivitäten, die zum Ziel haben, den Kundennutzen durch die priorisierte Nutzung von Daten zu steigern. Diese prägnante Definition zeigt bereits die Komplexität, die hinter dem Ausdruck „digitale Transformation“ steckt. Früher oder später umfasst er alle Aktivitäten unserer täglichen Arbeit, zumindest jede Aufgabe, bei der Daten generiert oder genutzt werden. Ein Unternehmen ist hier definiert als:

  • jede Art von menschlichem Unterfangen, an dem Personen beteiligt sind,
  • mit dem Ziel, einen Kunden zu bedienen,
  • wobei jede Aktivität von verschiedenen Arten von Plattformen unterstützt wird.

Kundennutzen beschreibt den Kern eines Unternehmensziels, wobei die Wertschöpfung oft über Dienstleistungen und Produkte erfolgt, die Auswirkungen auf den Menschen und seine Umwelt haben. Der Begriff Daten umfasst alle digitalisierten Informationen, die zumeist mittels einer IT-Infrastruktur in geeigneter Weise verwaltet werden. Abbildung 1: Microservices und Value Chain Services

Details in den Blick nehmen: Technologische Ebene

„Microservices werden eine wichtige Rolle bei der Umstrukturierung der gesamten IT-Architektur spielen.“ Aus technologischer Sicht ist die digitale Transformation der Weg zur datenzentrierten Entscheidungsfindung, die eine datenzentrierte Wertschöpfung nach sich zieht. Im Zuge der Bestrebungen zur digitalen Transformation wird es eine signifikante Veränderung bei der IT-Infrastruktur von Unternehmen geben. Die Veränderung wird sowohl für die Entwickler als auch für die Organisation von Vorteil sein. Die wesentliche Veränderung ist die Gruppierung um Services statt um Bibliotheken. Ein Service hat einen Bezug zu einem Kundenbedürfnis, während eine (Software-)Bibliothek typischerweise als eine Sammlung von funktionalen (Software-)Paketen definiert ist, die allgemein verfügbar sind.

Beide Welten zusammenbringen

Ein (Micro-)Service sollte ein Kundenbedürfnis erfüllen (intern oder extern), und sein Design wird von gemeinsamen Teams aus den Bereichen Entwicklung (Development) und Betreiben (Operations) in enger Verbindung zu den Geschäftsbereichen verwaltet und verantwortet. Die Geschäftsbereiche wiederum müssen den Wertbeitrag der Dienste regelmäßig überprüfen. Hier sehen wir den Zusammenhang mit der Organisationsgestaltung und die daraus resultierenden Konsequenzen. Die technische Terminologie ist oft mit den DevOps-Bewegungen verbunden – für das obere Management ist es die Frage der Organisationsgestaltung und wer für den Aufbau und die Verwaltung eines (digitalen) Kundenservices verantwortlich ist. Es geht um die Gruppierung nach Zweck/Wert statt um die Gruppierung nach identischen Fähigkeiten/Funktion. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich beim Gespräch über (technische) Artefakte mit Praktikern oder Top-Managern nur die Terminologie ändert, der Zweck sollte derselbe bleiben. Wertschöpfung nach den Bedürfnissen des Kunden, unabhängig davon, ob es sich um interne oder externe Kunden handelt.

Wir bedanken uns bei Frank Kienle für seine Mitbarbeit an diesem Artikel.

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