In der Vergangenheit blieben Lieferanten meist im Hintergrund, wenn es um die Ziele und Strategien des Unternehmens ging. Neue Entwicklungen zeigen aber, dass sich der Fokus im Lieferantenmanagement verschiebt. Erfahren Sie, wie das Lieferantenmanagement eine strategische Pole Position einnimmt und zum Bestandteil von unternehmerischen „Fit for future“-Strategien wird.

Was passiert aktuell im Lieferantenmanagement?

Zahlreiche Faktoren wie die fortschreitende Globalisierung, die zunehmende Komplexität der Lieferketten, der anhaltende Trend zur Digitalisierung und Anwendung neuer Technologien wie Blockchain, künstliche Intelligenz (KI) oder Plattformen führen dazu, dass Unternehmen mit einer wachsenden Anzahl an Lieferanten arbeiten. Die Supply Chain von heute entwickeln sich zum Großteil weg von individuellen linearen Verbindungen hin zu vernetzten Ökosystemen von Unternehmen. Da zudem revolutionäre Newcomer bereits bestehende Lieferanten verdrängen, werden die Lebenszyklen der Lieferanten kürzer und die wachsende Anzahl der Lieferantendaten muss entsprechend verwaltet werden. Zudem steigen die Risiken in der Lieferkette aufgrund der Dominanz von Global-Sourcing-Strategien an. Das heißt: Unternehmen sind deutlich anfälliger für einen Leistungsausfall, wenn ihre Lieferanten nicht effektiv verwaltet und beurteilt werden. Die Lieferantennetzwerke werden immer komplexer und die Überwachung der Performance und des Risikos der Lieferanten zunehmend bedeutsamer. Daher ist es wichtig, einen unternehmensweiten harmonisierten Lieferantenmanagement-Prozess aufzubauen, der die Unternehmen bei der Verwaltung des gesamten Lebenszyklus der Lieferanten unterstützt.

Vor diesem Hintergrund is es sinnvoll, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen und ein Lieferantenmanagementsystem einzuführen, das das Potenzial hat, die Transparenz der Daten in Bezug auf die Anzahl und Art der beauftragten Lieferanten sowie auf ihre Performance zu verbessern. So wird es möglich, die Leistung von Lieferanten zu beurteilen und darüber hinaus Bereiche zu identifizieren, in denen sie von zusätzlicher Unterstützung profitieren können. Sich rasch entwickelnde Technologien wie Machine Learning, KI und Cloud-Lösungen bieten zusätzliche Unterstützung für operative Aufgaben des Lieferantenmanagements. Der Einsatz solcher Technologien ermöglicht es, Informationen und Daten zu filtern, die richtigen Informationen zu extrahieren und Einkaufsprozesse wie das Performance Management stark zu automatisieren. Darüber hinaus kann das Risikomanagement von Echtzeit-Daten profitieren, um direkte Informationen zu Vorfällen am Standort des Lieferanten zu erhalten oder Risiken auf Basis von Performance-Ergebnissen zu identifizieren. Die Automatisierung von operativen Aufgaben ermöglicht es Unternehmen, sich zunehmend auf strategische Aufgaben zu konzentrieren.

Langfristige Zusammenarbeit oder rasch wechselnde Lieferanten?

Der Trend zur Digitalisierung ermöglicht einen stärkeren internen und externen Informationsfluss und damit auch eine höhere Transparenz innerhalb des Lieferantennetzwerks. Dies eröffnet Möglichkeiten zur Vereinfachung der Identifikation und Auswahl neuer Lieferanten, was es Unternehmen wiederum erlaubt, ihre bestehenden Lieferanten leichter zu ersetzen. Bedeutet das, dass langfristige Beziehungen zu Lieferanten nicht mehr zwingend notwendig sind? Ist es das Ziel, einfach zu ersetzende Lieferanten zu haben, oder bietet eine enge Zusammenarbeit für ein Unternehmen weiterhin einen Mehrwert?

Wir sind der Ansicht, dass Zusammenarbeit und gemeinsame Innovation der Schlüssel im Einkauf ist. Der Aufbau einer langfristigen Beziehung schafft Synergien, die auf lange Sicht gesehen die Performance maximieren und dabei helfen, Leistungsschwankungen zu verhindern. Eine langfristige, auf Vertrauen gründende Zusammenarbeit mit Ihrem Lieferanten eröffnet die Chance auf eine weitere Differenzierung über den reinen Kostenaspekt hinaus. Co-Innovation, die durch die enge Zusammenarbeit mit einem Lieferanten getrieben wird, kann einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil bringen und ermöglicht es dem Einkauf, die Unternehmensstrategie nicht nur durch eine Optimierung der Einkaufspreise zu unterstützen.

Trotz der Auswirkungen der Digitalisierung und der transformativen Veränderungen, die gegenwärtig im Lieferantenmanagement stattfinden, sind die menschliche Komponente und eine vertrauensbasierte Beziehung für den Lebenszyklus eines Lieferanten weiterhin ausschlaggebend. Blockchain, KI oder Machine Learning werden den täglichen Betrieb vereinfachen und es uns ermöglichen, dass wir uns auf Themen konzentrieren, die Mehrwert generieren. Dazu zählen etwa eine starke Zusammenarbeit und gemeinsame Innovation.

Wenn Sie gerne mehr über aktuelle Trends im Lieferantenmanagement erfahren möchten und wissen wollen, wie Ihnen das Lieferantenmanagement durch strategische Partnerschaften und Kollaborationen zu Wettbewerbsvorteilen verhilft, empfehlen wir Ihnen die Lektüre dieses White Papers (als kostenloser Download erhältlich).

Wir danken Wolf Göhler für seinen Beitrag zu diesem Artikel.

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